Anhängertraining Klappe die 2.

wie einige von euch schon wissen beschäftigen wir uns seit einem knappen Jahr mit dem Thema Hankook auf den Hänger.
Anfangs war es für ihn überhaupt ein Problem auf den Hänger zu gehen.
Nach viel Geduld und langer Arbeit haben wir es nun geschafft, dass er drauf geht und rein geht. Er bleibt aber nicht lange drin. Und wenn bekommt er Panik und stürmt wieder raus. Nun wollen wir das ganze neu aufrollen.

Wie bekomme ich ein Pferd auf den Hänger?
Wir haben das mit Hankook mit dem „interessant machen“ geübt. Das heißt ein Schritt vorwärts Richtung Rampe, rückwärtsrichten – einen Schritt, einen Schritt vor, rückwärts, so lange bis es ihm zu doof wird und er den ersten Fuß auf die Rampe setzt. Das hat so gefruchtet, dass er mit vllt. drei Trainingseinheiten sofort in den Hänger ging. Aber natürlich auch sofort wieder raus.

Mit einem zweiten Pferd verladen?
Die liebe Caro von unserem Stall hat uns geholfen und ihr Pferd zuerst verladen, dann haben wir Hankook dazu gestellt. Das half Hankook ungemein. Er konnte einige happen in Ruhe fressen und stand kurz still, sobald man aber versuchte, die Stange zu schließen bekam er Panik. Im Prinzip ist es vielleicht zum aufbauen sinnvoll, ein zweites Pferd (erfahrenes ruhiges Pferd) dazu zu nehmen. Aber es löst nicht das Problem, zumindest bei Hankook nicht.

Entspannungstraining?
Nachdem wir gar nicht mehr weiter gekommen sind haben wir es mit Lasertherapie versucht. Vinja brachte mich auf den Tip, mit Entspannungstraining und ein bisschen mehr Kommunikation mit Hankook zu arbeiten. Das versuchen wir momentan. Geistig Spannung aufbauen und wieder entspannt sein – auf Knopfdruck. Funktioniert auch schon ganz gut 🙂 das setzen wir jetzt in unserer Bodenarbeit um.

Bodenarbeit?
Seit Hankook „klein“ ist machen wir schon Führtraining und Bodenarbeit mit ihm. Er beherrscht hier Schulterherein, Travers, Hinterhand – und Vorhandwerndungen, Trab und Galopp an der Hand. Kompliment üben wir auch gerade. Ich dachte mir, wenn er auf den Hänger muss, soll er mir gut zuhören und auf Kommando einen Schritt vorwärts oder rückwärts tun. Das haben wir jetzt einige male an der Longe geübt. Hankook lernt sehr schnell, er hatte sofort raus, was ich von ihm wollte.
Trab halt, Galopp halt, einen Schritt rückwärts, Trab, das volle Programm.

Gassenarbeit?
Wir haben das Glück, dass wir bei uns am Stall eine halbe Halle haben, die nutzen wir zum  Longieren, zur Freiarbeit, oder eben auch fürs Hängertraining. Als Beitragsbild habe ich euch mal ein Beispiel für die Fortgeschrittene Version gepostet.
Angefangen habe ich mit Stangenarbeit, zwei Stangen wie Trabstangen auf den Boden, durch die Gasse geführt, dann am Seil, immer mehr Abstand, in die Gasse, Ho, ausatmen, vorwärts oder rückwärtsrichten. Bei Hankook ist das Kommando geh vor „geh zu“ und zwei Gerten Tipper oberhalb des Sprunggelenkes – da geht er einen Schritt, so weit bis ich ihn in der gewünschten Position habe. Die Gasse Stelle ich bei Zeiten immer enger und baue sie Höher. Nun sind wir so weit, dass wir mit lustigen Konstruktionen der Geitnermatten, Cavaletti, Teppich und Co. arbeiten.
Beim Bild oben habe ich Ihn auch zuerst durchgeführt, dann selber arbeiten lassen. Er kaut dabei sehr sehr viel. zum Schluss habe ich ihn von links in die Gasse geschickt und den Ausgang mit einer Matte verbaut. (Die Matten habe ich ihm Anfangs über gelegt, auch am Kopf, quasi übergestülpt, das hat er gar nicht gut gefunden, aber mit viel gutem Zureden hat es auch funktioniert.)
Bei der Gasse „ohne Notausgang“ hat er sofort Panik geschoben, wollte nicht rein, fand den Teppich auf einmal gruselig, ist wieder raus geschossen. Genau dieses Verhalten, was er im Hänger auch zeigt. BINGO! Genau das, was ich haben wollte, er hat Stress, das ist eine super Übung.
Mit viel „Ho“, „Tipp“ „Rückwärts“ „Entspannen“ ging er relativ schnell relativ ruhig in die zugesperrte Gasse. Sehr schön.
Ich übe auch mit ihm dass ich ihn schicke, das heißt ich stehe etwas versetzt hinter ihm und gebe ihm Anweisungen. Ich lasse ihn stehen, gehe um die Gasse quasi „in den Hänger“ gebe ihm ein Stück Apfel, lasse ihn aufessen und schicke ihn rückwärts raus. Dann gleich das selbe Spiel. Ab und an Tippe ich mit der Gerte auf die Matten um „gruselige“ Geräusche zu erzeugen. Er zuckt zwar zusammen, bleibt aber stehen und wartet auf meine Anweisungen.

Ich hoffe sehr, dass wir mit dieser Methode auf dem richtigen Weg sind. Da Hankook Herdenchef ist und uns eher als Spielgefährten sieht (uns kennt er von klein auf, ist eigentlich logisch 🙂 ) macht es die Sache umso schwieriger. Er muss lernen, uns als Chefs zu sehen, wir geben den Ton an, alles andere ist unwichtig. Das Gassentraining macht unglaublich Spaß mit ihm, er ist hoch konzentriert, lässt sich kaum ablenken, wartet auf meine Stimme und macht genau das, was ich sage. Es ist eine gute Übung für die Bindung und das Vertrauen. Hankook wächst auch mit den Aufgaben, er wird mutiger und ist nicht mehr so schreckhaft. Man merkt auch, dass er Spaß hat, er ist viel länger bei der Arbeit. Beim Training mit dem Anhänger ist er oft unkonzentriert und unruhig, hier zeigt er sich lernwillig und kooperativ.

Anhängertraining Klappe die 3. folgt nächste Woche.
Wir haben Folie zugeschnitten, quasi als Bodenteil und werden mit Folie einen Anhänger simulieren. Zuerst als Gasse, dann als Box. Hankook soll lernen, uns zu zu hören und uns zu vertrauen.
Ich bin schon gespannt, wie er die nächsten Aufgaben meistert. Jeden Tag ein kleines Ziel setzen. Ab und an dürfen es auch große Ziele sein 🙂

Anhängertraining Klappe die 4. wird demnächst stattfinden.
hier möchte ich Hankook in die Hängerbox, (mit Foliendach, ohne Ausgang)  mit zuhängen des Hinterausgans schicken und ihn mal länger warten lassen.
Schritt 5 wäre dann eine Palette unter die Folie zu legen.
Schritt 6 der Hänger in der Longierhalle – hier werden wir noch einige einheiten brauchen.
Ich werde berichten 🙂

 

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