Entwicklung bei Jungpferden.

– zum Nachdenken..
„junge Pferde sind schon was feines, sie sind unverbraucht, man kann sie sich ziehen wie man möchte.“
Den Satz liest und hört man nur zu oft.
Dass junge Pferde erfahrene Hände, eine konsequente Erziehung und Verstand brauchen wird meistens außer acht gelassen.
Spätestens, wenn die Flegelphasen unschön von dannen gingen, kommen Zweifel auf. Es gibt leider nicht immer nur Sonnenschein, auch Pferde sind kleine Pubertiere 😀 und können mal einen schlechten Tag oder sogar schlechte  Wochen haben. Vor allem wenn sie wachsen.
Bei Hankook merkt man es ganz deutlich, wenn er wächst. Er ist „maulig“, überbaut und der Handgalopp fällt ihm extrem schwer. Wenn wir mitbekommen, dass er wieder einen Wachstumsschub hat, schrauben wir einen Gang runter und steigen auf lockere Arbeit, Bodenarbeit, ausreiten, etc. um.
Die meisten Youngster haben unendlich viel Kraft, das zeigen sie manchmal auch, beim Longieren los gerissen und einmal über den Platz gefegt. Beim Ausreiten buckelnd über die Wiese gejagt – unerfahrene Reiter kann so etwas enorm verunsichern. Man bekommt Angst. Das Pferd spürt das und wird unsicher.
Dann heißt es erst mal wieder Vertrauen aufbauen, sich überlegen, was man möchte, selbstbewusst werden und die Zweifel oder Unsicherheit bei Seite schieben und unvoreingenommen weiter trainieren.
Einen super Artikel über die Ausbildung von Jungpferden gibt es hier: https://www.dieklassischereitkunst.de/psyche-und-physis-des-pferdes/%C3%BCberforderung/
Dass Pferde es nicht böse meinen, sondern Zeichen geben, beschreibt dieser Artikel sehr gut.
Meistens heißt es ja, „Hau ihm eine auf den A…, der ist faul, der verarscht dich gerade!!“ Dass Pferde, durch ausfallen, rausheben, aufhüpfen, buckeln, etc.  zeigen, dass sie sich gerade nicht mehr wohl fühlen, keine Kraft mehr haben, oder einfach noch nicht so weit sind, wird oft übersehen oder überspielt. Das kann zu frustration führen, für den Reiter und für das Pferd.

„Das Pferd soll so frisch in den Stall zurückkehren, wie es ihn verlassen hat.“ Dieser Satz regt ein wenig zum nachdenken an. Wie oft reitet man über seine und Pferds Grenzen? Wie oft kommen die Pferde nassgeschwitzt und müde in den Stall zurück.
Denkt mal zurück, wann und wie oft seid ihr das letze Mal mit einem Lächeln im Gesicht oder vielleicht sogar frustriert vom Pferd abgestiegen?
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