… in Profi Hände?

..um ehrlich zu sein, habe ich schon sehr lange  überlegt, Hankook zu einem Profi zu stellen. Die Auswahl viel eher auf Bernd Hackl oder Alexander Madl.
Die Beiden haben einen vollen Terminkalender und man hat eine Wartezeit von ca. 4 Monaten..Wenn das „Problem“ akut ist, ist das eine sehr lange Zeit.
Das zweite „Manko“ ist, dass wir hier 3-4h fahren müssen, um Hankook hier hin zu bringen. Ich weiss nicht, ob er das mit seiner Hängerangst so unglimpflich überstehen würde. Außerdem denke ich, macht es das Hängertraining so nicht einfacher.
Also habe ich mir den Gedanken vorerst einmal aus dem Kopf geschlagen.

Ich habe fachkundige Menschen im Umkreis von München gesucht, die mir hier helfen können, leider habe ich niemand gefunden. Und wenn ich wen gefunden habe, haben mir die Methoden überhaupt nicht gefallen. Das Pferd in eine Gasse stellen und so lange „drauf hauen“ bis er in den Hänger flüchtet – das ist definitv nicht meine Art.
Außerdem stellte ich mir die Fragen, warum sollte mir Hankook so noch vertrauen? Wenn er quasi „gebrochen“ wurde? Und wie soll ich das später einmal anwenden? Soll ich auf dem Turnier oder auf dem Feld mit einer Gasse verladen? Ich glaube nicht, dass das bei ihm gewirkt hätte. Er wäre zwar bestimmt rein gegangen, aber sicherlich nicht mit einem guten Gefühl.

Deshalb fange ich jetzt selbst wieder mit ihm an zu üben. Wir haben es schon einmal geschafft, wir werden es also wieder schaffen 🙂

Dass nicht nur der Anhänger unsere Schwachstelle ist, sonder auch sein Fluchtinstinkt und sein  Wille, die Führung zu übernehmen, wissen vielleicht schon viele.
Nun habe ich angefangen, ihm alles zu sagen, was er tun soll. Wenn er am Putzplatz stehen soll, dann hat er auch nicht rum zu marschieren, oder am Strick zu ziehen bis er aufgeht. Er soll stehen. Also bin ich jetzt ganz konsequent und stelle ihn wortlos wieder so hin, wie ich ihn vorher hin gestellt habe.
Des weiteren schlägt er am Platz gerne Haken und bestimmt, was gruselig ist oder nicht.
Hier habe ich herausgefunden, dass er einfach Takt braucht und viel Verbindung, nicht der Zügel, sondern das Bein. Sobald ich mit dem Bein dran bin, Takt vorgebe und ihn offensichtlich einrahme fehlt sich gar nichts mehr. Lasse ich aber locker und bestimme gar nichts mehr, ist er wieder auf hab acht Stellung und „erschrickt“ sogar vor Hufspuren..
Es ist also wahnsinnig anstrengend ihn zu reiten, alles muss durchdacht sein. Jeder Schenkeldruck, der Sitz, die Hände. Er wartet quasi auf ganz korrekte Hilfen. Wenn er dann so gut aufpasst und hoch konzentriert ist, ist es ein Traum ihn zu reiten. Er fliegt dahin, im Trab tritte verlängern, einfach toll. Das heißt für uns jetzt üben, üben, üben. Es liegt viel auch an mir, dass man das Pferd nicht einfach selbst laufen lassen sollte, hätte mir eigentlich schon klar sein sollen. Aber man sucht sich immer den einfachsten Weg, dass dieser  nicht immer funktioniert, habe ich leider mit Hankook erfahren müssen.
Hätte ich ihn vor 3 Monaten zu einem „Profi“ gegeben und ihn nach 1-2 Monaten wieder abgeholt, wäre mir diese „Erläuchtung“ vermutlich nicht gekommen. Ich hätte also ein braves Pferd wieder bekommen, das wahrscheinlich nach 2 Monaten wieder genau so „Probleme“ bereitet hätte wie vorher.
Ich denke, der Weg ist das Ziel und man muss sich zusammenfinden. Nach dem Regen kommt die Sonne. Ich bin zuversichtlich 🙂

 

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