equikinetic.

Equi – wie bitte? Equidingsbums – na das mit den blauen und gelben Matten.

wer kennt es nicht, der Krämer Katalog ist aufgeschlagen und man sieht blau und gelb. Immer diese komischen Matten und Hütchen. Aber was das genau ist, das wissen viele nicht.

Wir haben für euch getestet – und sind begeistert.

Gerade wenn der Sattel mal nicht passt oder man einfach nicht reiten möchte ist equikinetic eine super Methode das Pferd gut zu gymnastizieren und die Ausdauer und schönere Gänge zu fördern 🙂

Aufgebaut werden die Matten quasi wie eine rechteckige 8m Volte. An den geraden Seiten immer eine Gasse aus den bunten Matten. Möglichst mittig, sonst bekommen die Vierbeiner Schwierigkeiten.

Die Ponys sollten vorher gut aufgewärmt werden. Außerdem benötigt ihr eine gut sitzenden Kappzaum. Und eine lange Gerte oder eine Fahrpitsch, so könnt ihr besser auf die Schulter zeigen, falls das Pferd nach innen kommt und ihr habt nicht so viel Energie wie bei einer Longierpitsch mit langem Schlag.

Los geht es mit dem ersten Schritt Intervall, ja dieses Training ist quasi wie Zirkeltraining. Es werden immer wieder Entspannungs und Spannungsphasen gefordert.

Im Schritt geht es in leichter Innenstellung durch die Gassen, das ganze 60 Sekunden, dann gibt es eine Schrittpause von 30 sec oder anfangs 45 sec. In der Pause wird das Pferd gerade gestellt und darf abspannen. Man merkt schon nach ein paar Runden wie der Schritt raumgreifender wird und die Pferde sich in der Pause viel mehr strecken und dehnen. Nach 2 Einheiten wird die Hand gewechselt, dann gibt es die selben Wiederholungen. Wir machen nach 2 Wiederholungen immer einen Handwechsel, man merkt, dass die Pferde das auch brauchen.

Dann geht es weiter im Trab, das ist schon ein wenig schwieriger, aber machbar. Wieder 2 mal rum und 45 sec Pause. Noch eine Einheit und Handwechsel.

dazwischen dürfen die Pferde auch mal aussenrum traben oder galoppieren, das lockert das ganze etwas auf. Dann geht es weiter mit Galopp, eine heikle Sache, wen die Hinterhand auf einmal mehr darunter soll und Pferd zwischen den Gassen in den Wendungen nicht flach werden und rumbocken kann (das tut Hankook IMMER an der Longe). Hier kommen die Ponys ganz schön ins schwitzen. Im Galopp machen wir nur eine Einheit. Hankook hingegen kann  nach 2 Wochen schon zwei Runden in allen vier Gassen vertragen 🙂

Wir haben die Sache ein bisschen für uns umgebastelt. Gestartet haben wir nicht gleich mit 4 Gassen sondern mit zwei und auf den anderen Seiten Hütchen aufgestellt. Für die Pferde ist es anfangs echt sehr schwer, die Runden durch zu halten. Außerdem haben wir mehr und längere Pausen gemacht.

Die Pferde sind danach echt k.o. Aber sie schwitzen an den richtigen Stellen und sind lockerer und aufmerksamer.

Inzwischen sind die Ponys hier drin schon fitter. Wir arbeiten nach 5x equikinetic nun mit allen 4 Gassen und mehr Intervallen. Man sieht deutlich an den Bewegungen wie die Pferde „ackern“. Die Hinterhand arbeitet viel mehr mit, der Rücken schwingt locker und der Hals geht in eine tiefe Dehnungshaltung. Ich habe das Gefühl, die Gänge werden reiner, raumgreifender und die Pferde fangen an sich selbst zu tragen und zu arbeiten.

es macht Spaß, ihnen zuzusehen wie sie mit der Aufgabe wachsen. Hankook war anfangs natürlich total gestresst, Hilfe bunte Gassen 😀 Aber er hat schnel gemerkt, dass die gar nicht so schlimm sind. Außerdem wird er viel ruhiger, er dampft gerne ab und macht Party bei longieren (sogar mit Halsverlängerern). Bei equikinetic wird er aber zur selbstdisziplin „gezwungen“ es gibt Schritt Pausen zum runter kommen und er muss sich auf die Gassen konzentrieren.

Wir werden weiter für euch testen, und nach 6 Wochen mit vorher- nachherfotos berichten 🙂

ausserdem: bestenfalls sollte man nach einem Training 24h-48h Pause einlegen, das heißt am nächsten Tag vll nur locker Schritt ins Gelände, oder leichte Bodenarbeit, sonst kann der Muskel nicht korrekt wachsen. (Hierzu gibt es bald einen separaten Blog)

 

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