Muskelaufbau – aber wie?

Draußen ist es kalt, die meisten haben ihre Ponys geschoren, eingedeckt und die Pause nach der Turniersaison beendet. Das Wintertraining geht wieder los und es wird daran gearbeitet alle Schwachstellen zu verbessern – die über die Saison aufgetaucht sind. Das Pferd soll die kommende Saison noch besser laufen und auch noch besser aussehen (auch muskulär :D)

Wir beginnen also mit dem Muskelaufbau – Ja – unsere wichtigsten Freunde beim Reiten 🙂  Grundsätzlich weiss jeder dass ein Muskel sehr viel Eiweiß benötigt – dies erfolgt bei uns sowie beim Pferd über die Nahrung. Es gibt bereits verschiedene Futtermittelchen die einen besseren Muskelaufbau versprechen bzw. unterstützen (Aminosäuren, Reiskeimöl, Eiweisshaltiges Futter (bitte bei Rehepferden nicht unbedingt in großen Mengen füttern) oder direkt „Protein Futter“). Doch das zu Füttern reicht nicht aus.

Muskeln können nur durch die „Belastung“ entstehen (also euer Training) und benötigen aber genauso viel „Regenerationszeit“ (dies beachten aber nur die wenigsten).  Anders wie beim Konditionstraining (Ausdauer) sind hier kurze Einheiten sehr sinnvoll.

ABER:

Im Fitness „pumpt“ kein Bodybuilder 1 Stunde am Stück alle Geräte durch. Es werden z.B. „leg days“ (Beintraining) ins Programm gerufen – an diesem Tag trainiert man hauptsächlich die Beine und lässt sie aber am nächsten Tag (24 Stunden Ruhezeit) ruhen damit sich die Muskeln erholen können und somit aufbauen können. Ausserdem werden z.B. 15 Sätze mit 3 Wiederholungen empfohlen (15 Kniebeugen – kurze Pause (ca. 30 – Sekunden – 15 Kniebeugen-Pause u.s.w.). Dies gilt auch beim Pferd, denn hier ist der Muskel nicht anders ;).

Wir wärmen am längeren Zügel auf (Schritt, Trab und Galopp) – achten aber hier schon dass nicht rumgeeiert wird, danach gibt es eine Schritt Pause. (in der Phase könnt ihr euch überlegen WAS ihr trainieren wollt? Übergänge z.B.) wir beginnen dann mit der Lösungsphase – falls das beim Aufwärmen noch nicht passiert ist (Schlangenlinien, Handwechsel, Bahnfiguren, Volten, Übergänge). (Schritt Pause am langen Zügel nicht vergessen – es lockert sich der Halsmuskel und das Pferd). Jetzt werden die Übergänge geübt.. auf jeder Hand und natürlich mit Schritt Pausen, das Pferd darf sich in den Pausen gerne strecken, schütteln wie auch immer – Hauptsache es entspannt die Muskeln) Und genau dass ist der weg zum Muskelaufbau – anspannen und entspannen des Muskels 🙂 denn nur so werden die Muskeln groß und kräftig. Nur anspannen übersäuert die Muskeln und es gibt keinen Aufbau (kein Rundes Popöchen fürs Pferd :P)

Nach einem schweißtreibenden Training ist das abreiten sehr wichtig (ein warmer  Muskel mag keine Kälte und sollte nach 2 Schritt Runden im kalten zugedeckt werden). Das abgestimmte Futter gibt’s dann nach dem Training 😉

Ein Reitlehrer (Wiener Hofreitschule) hat uns mal gesagt. Streck den Arm aus und halte ihn mal so für 40 Minuten – wird nach 5 Minuten schwer, nach 10 benötigt man Unterstützung (das seit dann Ihr als Hand am Gebiss) und dann fängt man an dagegen zu gehen oder sich zu verkrümmen. Es gibt einen Grund warum eine Dressuraufgabe keine 20 Minuten dauert 😉

 

 

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