Ausbildungsskala

lautet wie folgt:

  1. Takt
  2. Losgelassenheit
  3. Anlehnung
  4. Schwung
  5. Geraderichten
  6. Versammlung

und zwar genau nach dieser Reihenfolge 🙂

Wie wir auf diesen Blog Beitrag kamen? Weil es oft in Vergessenheit gerät – oder die Reihenfolge nicht eingehalten wird.

Den Takt gibt man mit dem Bein vor – gleichmäßig, treibende Schenkelhilfen – ein anliegender Schenkel der das Pferd aber nicht einquetscht oder beklemmend wirkt. Daher kommt auch die Grundregel – zuerst Bein dann Hand! (Unser Reitlehrer vergleicht das immer mit dem Autofahren – ihr kuppelt ja auch zuerst bevor ihr schaltet ;)) Und genauso ist es, läuft das Pferd nicht im Takt gleichmässig vorwärts & reagiert nicht auf den Schenkeldruck benötigt ihr gar keine Zügelhilfen.

Durch den Takt erhaltet ihr die Losgelassenheit das Pferd fängt also an mit dem Kopf locker zu nicken, senkt hierzu oft den Kopf, macht den Rücken schon etwas auf und kommt mehr zum Untertreten, nimmt auch das Gebiss und die Schenkelhilfen an. Jetzt ist das Pferd bereit zu Arbeiten und stellt sich auf euch ein.

Ihr erhalten nun eine bessere Verbindung, ein suchen nach dem Gebiss  & den Schenkelhilfen – die Anlehnung! Die Anlehnung ist nicht nur – mach den Kopf runter und watschel durchs Genick – Nein es bedeutet das Pferd lehnt sich an den Hilfen des Reiters an – es achtet auf eure Hilfen und versucht diese zu verstehen. Eine Gleichmässige Zügelanlehnung ist ebenso wichtig wie die für Schenkel & Gewichtshilfen.

Erhält das Pferd eine gute Anlehnung von allen Hilfen bekommt es Schwung! Das ganze Pferd kann sich losgelassen, raumgreifend bewegen. Es schwingt durch den Rücken, das Pferd wird aktiver, tritt vermehrt unter und bewegt sich besser (locker würde es gut beschreiben). Diesen Schwung muss man stetig aufrecht erhalten – durch die treibenden Hilfen (und jetzt nicht wie ein wahnsinniger die Schenkel links und rechts reinrammen, sondern diese locker mitschwingend am Pferd angelegt halten um sagen zu können – ich möchte nun ein bisschen mehr „Trab“, die Hilfen werden immer leichter, je höher man sich in der Ausbildungsskala befindet).

Das Geraderichten ist dann wieder eine sehr schwierige Aufgabe, oft schieben die Pferde noch mit dem Hintern etwas zur Hallen Mitte (gerade bei jungen Pferden kann man es oft beobachten dass diese oft vorne anders laufen wie hinten). Man muss also darauf achten dass der Hintern dem Vorderteil fast trittgleich folgt.

Habt ihr das alles erreicht DANN erst könnt ihr mit der Versammlung beginnen – das Pferd tritt vermehrt unter dem Schwerpunkt, richtet sich noch mehr auf und „versammelt“ quasi seine Muskelkraft um alles tragen zu können. Es bekommt sozusagen „Leichtigkeit“ der Schweif schwingt schön im Takt während die Pferdebeine in der Luft verzögern – ein bisschen wie schweben 🙂

Motzt euer Pferd evtl. gegen den Zügel – achtet darauf ob ihr euer Bein am Pferd habt, richtig Sitzt und ob es genügend vorwärts geht. Denn der Motor ist immer hinten – wenn die Beinchen hinten im Sand rum schleifen wird der Hals vorne nie Rund und er lange Rückenmuskel auch nicht gedehnt. In der ganzen Reiterei dreht es sich immer  um die aktive Hinterhand (von dieser kommt auch am meisten Schwung)!

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